Fachwerkstadt Stolberg (Harz)

In vier engen Tälern schmiegt sich Stolbergs zusammenhängendes Ensemble aus nahezu 400 Fachwerkhäusern. Dieses einmalige kulturelle Erbe brachte der Stadt als erste in Deutschland die Auszeichnung „Historische Europastadt“ und damit überregionale Bedeutung. Hier flanieren die Besucher zwischen baulichen Wunderwerken aus Holz und Gefachen im Stile der Spätgotik und Renaissance. Insgesamt sind Bauten aus über sechs Jahrhunderten zu bewundern. Hoch über der Stadt mit Blick auf die umliegenden Buchenwälder thront das Schloss Stolberg – Wiege der Oranier.

Besondere Juwele der alten Baukunst befinden sich unter anderem am Marktplatz. Hier hält das Rathaus aus dem Jahr 1452 eine Kuriosität bereit: In dem mehrstöckigen Gebäude befindet sich keine Treppe. Um von einem Stockwerk ins andere zu gelangen, muss die Außentreppe genutzt werden. In Sichtweite, in der Niedergasse 17, befindet sich das dreigeschossige Rennaissancefachwerkhaus „Alte Münze“ aus dem Jahr 1535 mit seinem schmucken Erkertürmchen und den roten Fächerornamenten.

Weitere besonders alte Gebäude befinden sich in der Rittergasse und im Kalten Tal. Zu Recht wird Stolberg auch als die „Perle des Südharzes“ bezeichnet. Bis ins späte Mittelalter prägten die Stadt der Bergbau und das Münzhandwerk.

Aber nicht nur die einmaligen historischen Gebäude sorgen für den überregionalen Ruf der Stadt. Auch ein bekannter Bürger machte im Laufe der Geschichte von sich reden: Hier wurde der Bauernführer Thomas Müntzer geboren. In der Reformation war Stolberg Schauplatz einiger Aufstände und später wichtiger Sitz des Konsistoriums der lutherischen Kirche. Stolberg ist Ausgangspunkt der Deutschen Fachwerkstraße.

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